News Ticker

Maigret wechselt die Seite

31. März 2018 0

Georges Simenon wechselt die Seite. Der Erfinder des Kommissar Maigret wird künftig nicht mehr im Zürcher Diogenes Verlag erscheinen, wo er seit 40 Jahren seine deutschsprachige Heimat hatte. Wie der Branchendienst perlentaucher.de meldet, verlängerte Simenons Sohn und literarischer Erbe, John Simenon, den Lizenzvertrag nicht, sondern lizensierte den neu gegründeten Kampa-Verlag. Dessen Gründer Daniel Kampa war selbst bis 2013 Geschäftsführer bei Diogenes. Und den Ort muss Simenon auch nicht wechseln: Wie Diogenes hat auch Kampa seinen Geschäftssitz in Zürich (Schweiz). Lesen Sie hier mehr  im perlentaucher Börsenblatt_1 Börsenblatt_2

Fällt nach 140 Jahren eine deutsche Institution?

31. März 2018 0

Eine der ältesten Marktregulierungen in Deutschland gerät unter Beschuss: Wie die WirtschaftsWoche erfuhr, arbeitet die Monopolkommission derzeit an einem Sondergutachten zur eingeführten Buchpreisbindung. Den ganzen Artikel lesen Sie in der Wirtschaftswoche unter diesem Link:http://app.wiwo.de/unternehmen/handel/verlage-monopolkommission-prueft-buchpreisbindung-in-deutschland/20085308.html

Close Encounters . . .

31. März 2018 0

. . . den Titel dieses Science Fiction Films von Steven Spielberg aus den später 70er Jahren eines längst vergangenen Jahrhunderts hab ich natürlich bewusst gewählt. Denn um nichts anderes geht es dieses Mal. Science Fiction – und ja, es geht auch ohne Weltraum-Geballer. Das belegt James P. Hogan mit seiner Riesen-Trilogie, die ich leider erst jetzt für mich entdeckt habe. James P. Hogan schreibt das Jahr 2028. Der Mond ist längst zum festen Stützpunkt geworden. Er wird erforscht und ausgebeutet. Dabei wird ein toter Raumfahrer gefunden. Seine mumifizierten sterblichen Überreste befinden sich in einem Raumanzug, dessen Technik die der Erdtechnik weit überlegen ist. Die Untersuchungen ergeben, dass er mindestens 50.000 Jahre alt ist und eines natürlichen Todes starb. Wenn man verdursten, verhungern, ersticken als natürlichen Tod ansieht. So unklar ist, woher er kommt, von wem er abstammt, wie er auf den Mond kam, was er dort wollte, so klar ist auf jeden Fall: Die Geschichte der Menschheit muss erstens überdacht und neu geschrieben werden, Weiterlesen

Ein Mord als Randerscheinung

31. März 2018 0

John Grisham „Das Original“, erschienen im Sommer 2017, ist einer der schwächeren Grishams. Dem Meister geht die Puste aus. Noch immer gut, aber auch deutlich langsamer als viele seiner früheren Romane erzählt, bewegt er sich dieses Mal abseits von Mord, Totschlag und Gerichtssaal. Obwohl – das stimmt nicht ganz, denn ein Mord kommt vor. Eher wie eine unwichtige Randerscheinung spielt dieser Mord auch keine tragende Rolle in dem Plot um geraubte handschriftliche Manuskripte von F. Scott Fitzgerald aus der Schatzkammer der Princeton Universität. „Spannend wie ein Justizthriller, anmutig wie ein Sommerroman und darüber hinaus eine Hommage an die Literatur“, hieß es bei Zeitonline über diesen Roman. Und es stimmt. Denn Grisham versteht es in seiner ruhigen, unaufgeregten Erzählweise eine unterschwellige Spannung zu schaffen, die den Leser aufnimmt wie ein weicher Kokon, in den er sich einlullt wie jene Mercer Mann, die dieses Mal als Heldin auf den Bösewicht angesetzt wird. Aber auch dieser Bösewicht ist eigentlich ein Sympath. Mercer Mann ist grade arbeitslos geworden, da Weiterlesen

Eberhofer und das Kaiserschmarrn-Drama

31. März 2018 0

Naja, der Franz, also quasi der Eberhofer Franz, hat seinen Absturz am Ende des achten Bandes der Eberhofer Saga mehr oder weniger glimpflich überstanden. Ganz anders der Birkenberger Rudi. Während der erstens im Krankenhaus liegt und zweitens in der Reha schmollt, ist der Eberhofer Franz schon wieder ganz schön beschäftigt. Denn Niederkaltenkirchen hat sich zu sowas wie dem Sündenpfuhl Oberbayerns entwickelt. Da ist das arme Waisenmädel, das die Eltern bei einem Unfall und den Bruder an dessen Ehefrau verloren hat.  Will heißen, die beiden Waisenkinder hatten nur noch einander bis der Bruder eben heiratete und eine Familie gründete und die Schwester eifersüchtig wurde auf die Schwägerin. Also zieht die Schwester aus und ausgerechnet in die Dachwohnung beim Simmerl. Und dann . . . ja . . . und dann wird das arme Dinge, das sich seinen Lebensunterhalt mit Internet-Strip verdiente, brutal gemeuchelt. Und an wem bleibt’s mal wieder hängen? Richtig. Am Eberhofer Franz. Aber eigentlich ist ja alles wie immer. Der Eberhofer Franz hat mal Weiterlesen

Dan Brown – The Origin. Oder wie es klingt, wenn man den Hund zum Jagen trägt.

31. März 2018 0

Zuerst ein Geständnis: Nein, ich habe „The Origin“, das fünfte Buch um den Symbolisten Robert Langdon, nicht gelesen. Und – Ja, ich rezensiere es dennoch. Schließlich habe ich es gehört. Immer dann, wenn ich mit dem Hund spazieren ging. Und immer häufiger dachte ich dabei: So also klingt es, wenn man einen Hund zum Jagen tragen muss. Der Plot ist schlicht und weniger verworren als zum Beispiel bei „Illumunati“ oder dem „Sakrileg“ (Da Vinci Code). Die Geschichte ist platt, durchschaubar und der hinter allem und jedem steckende Superschurke war zumindest mir schon nach den ersten zwanzig Hörminuten klar. Beim „Sakrileg“ hat es deutlich länger gedauert, und an die „Illuminati“ kann ich mich gar nicht mehr so genau erinnern. Worum geh’s im „Origin“? Edmund Kirsch, ein einstiger Student Langdons, inzwischen Milliardär und Super Duper Wissenschaftlicher auf dem Gebiet der Forschung „Künstlicher Intelligenz“ lädt Langdon – und viele andere – nach Bilbao ein. Im dortigen Guggenheim-Museum will er seine Forschungsergebnisse präsentieren, die die soziale und religiöse Weltordnung Weiterlesen

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