News Ticker

Marita Funk ist neue Bürgermeisterin von Lorch

17. Februar 2020 0

Lorch. Nur wenige hatten im Vorfeld mit einem derart eindeutigen Ergebnis gerechnet: Fast 61 Prozent der Lorcher Wähler machten bei der Bürgermeisterwahl am Sonntag ihr Kreuz hinter dem Namen der in Bartenbach lebenden Marita Funk. Selbst die 28-jährige Hauptamtsleiterin aus Wäschenbeuren hatte diesen Erfolg nicht erwartet, mit dem sie ihre fünf Mitbewerber weit hinter sich ließ.„Überwältigt“ sei sie, sagte sie nach der Verkündung des vorläufigen amtlichen Wahlergebnis durch den Lorcher Noch-Bürgermeister Karl Bühler, der dieses Amt 24 Jahre inne hatte. Nun verabschiedet sich der 66-Jährige in den Ruhestand.„Ich hätte nicht damit gerechnet, dass im ersten Wahlgang eine Mehrheit zustande kommt“, sagte eine Marita Funk, von der sichtlich die Spannung abgefallen war. Dabei musste ihre Favoritenrolle allen Zweiflern spätestens nach Auszählung des ersten Wahlkreises Kirneck deutlich geworden sein. Hier erreichte sie 75 Prozent.Marita Funk hatte vom ersten möglichen Termin im Oktober an Wahlkampf gemacht. Ihre Mitbewerber Björn Schmidt aus Saalach (13,5 Prozent), Andreas Schneider aus Schorndorf (11,8 Prozent), Ute Meinke aus Schwäbisch Gmünd (11,5 Prozent), Thomas Weiterlesen

„Verletzlich – ein bisschen wie das Leben selbst“

11. Februar 2020 0

„Das Bücherhaus“ ist keine Liebesgeschichte, aber eine Geschichte der Liebe. Der zu Büchern, der zur Philosophie und zu den Philosophen und, nicht zuletzt, auch eine zu den Menschen. Und wie die Liebe oft verschlungene Wege geht, führt auch John Kaag seine Leser mäandernd durch seine Geschichte. Seine Geschichte meint das, was es sagt: Es ist auch ein Stückweit die Biografie des inzwischen 41 Jahre alten Professors für Philosophie an der University of Massachusetts. Derzeit gilt er als einer der spannendsten jungen Philosophen der USA. 2016 erschien „American Philosophy: A Love Story“ (deutsch: Das Bücherhaus, erschienen 2019 im btb-Verlag, ISBN 9783 442 718 894, Preis 11,00 Euro), das durchaus als eine Hommage an die Entwicklung der Philosophie von frühan verstanden werden darf. Eine Statue des Laokoon bringt Kaag zu der Erkenntnis, dass Ehrlichkeit häufig mit Schmerz und Qual verbunden ist. Der Trojanische Seher, der seine Mitbürger vor dem Danaer-Geschenk des Trojanischen Pferdes warnte und damit den Zorn Apolls erregte, wurde für die Verkündung der Wahrheit bestraft. Apoll Weiterlesen

Die wenigsten Verleger denken journalistisch

10. Februar 2020 0

An den Erzeugnissen seines Verlagshauses kommt man immer vorbei. Im Zeitungskiosk, im Supermarkt und im Internet. An die 600 gedruckte wie digitale Titel gibt das Burda-Verlagshaus heraus. Frauenzeitschriften, Männerzeitschriften, Familienzeitschriften, Nachrichtenmagazine: „Focus“, „Playboy, „Bunte“, „TV-Magazin“ – egal, was man in die Hand nimmt, die Chance ist groß, das dahinter Burda steckt. Über das Portfolio seines Verlags mag man denken, was und wie man möchte, immer war der Chef des Familienunternehmens Hubert Burda auch Vordenker. Der Sohn des Verlegerehepaares Franz und Aenne Burda wird 80 und formuliert noch immer provokante Thesen: „Die größten Fehler in Verlagen passieren, wenn Verleger keine Ahnung von Technik und Journalisten keine Ahnung vom Verlag haben.“ Da ist was dran. Die wenigsten Verleger denken journalistisch, die wenigsten Journalisten wirtschaftlich. Den Erfolg seines Unternehmens und seiner Produkte erklärte Burda mal so: „Wenn einen Menschen auf der Straße sehe, überlege ich, was möchte der lesen.“ Und so kreierte er Modezeitschriften, Gartenzeitschriften, Zeitschriften für den Zeitgeist, Mode, Inneneinrichtung, die Küche, Kochen, das Haus, das Haustier Weiterlesen

Beschwerde gegen Post wegen Portoerhöhung

3. Februar 2020 0

Die Bundesnetzagentur will in einem Verfahren überprüfen, ob die Deutsche Post die Paketpreise für Privatkunden zum 1. Januar 2020 missbräuchlich erhöht hat. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels begrüßt diese Entscheidung. Der Verband selbst hat aufgrund der ebenfalls erheblich gestiegenen Preise beim Buchversand eine Kartellbeschwerde gegen die Deutsche Post AG eingelegt. Zudem setzt er sich im Rahmen der Novellierung des Postgesetzes für eine gesetzliche Verankerung von günstigen Versandkonditionen für das Kulturgut Buch ein. „Die Bundesnetzagentur legt mit ihrem Verfahren den Finger in die Wunde. Wir haben bereits aufgrund der erneuten Preiserhöhungen beim Versand von Büchern deutlich gemacht, dass die Deutsche Post ihre marktbeherrschende Stellung missbraucht. Außerdem diskriminiert der Versanddienstleister Buchhandlungen und Verlage, indem er Großkunden wie Amazon deutlich bessere Konditionen beim Versand von Büchern einräumt. Die Bundesnetzagentur argumentiert in Bezug auf die Paketpreise bei Privatpersonen jetzt in genau dieselbe Richtung. Es kann nicht angehen, dass die Post aufgrund ihrer Monopolstellung bestimmte Gruppen wie Schalterkund*innen oder Buchhandlungen und Verlage benachteiligt, während andere wie etwa große Online-Konzerne von Weiterlesen

KKK – Kleinkunst Kabarett Klamauk

3. Februar 2020 0

Schwäbisch Gmünd. Michael Gaedt ist der schrullige Rest der „Kleinen Tierschau“. Und damit eine Mixtur unterschiedlicher Kunst-Arten: Kleinkunst, Kabarett, Musik, Klamauk. Als Alleindarsteller auf kleiner Bühne mit großen Mundwerk zog er am Freitagabend im KKF in Gmünd noch mal alle Register. Zwei Stunden Comedy am Stück. Da kann man nur sagen: Alle Achtung. Der 62-Jährige hat die Kondition eines 35-Jährigen. Vor allem hat er etwas, das bei vielen anderen seiner Art nur gering ausgeprägt ist: Selbstironie. Das fängt schon an mit der Begrüßung in breitem schwäbisch. Das soll gar nicht erst versucht werden, nachzuahmen: „Ihr werdet euch fragen: Hat der einen Dachschaden? Nein, ich hab ein Hörgerät, aber das nicht drin.“ Dabei ging er vor Beginn des Programms sprichwörtlich über die eng gestellten Stühle, um die Scheinwerfer auszurichten. Um anschließend mit einem Louis Jordan Song einzuleiten: „That Chick‘s too young to fry“. Schließlich, so verriet er dem Publikum, gebe es ja auch noch einen „sozialverträglichen Jazz, genannt Swing“. Wobei seine musikalischen Fähigkeiten durchaus ausbaufähig scheinen. Oder, Weiterlesen