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Die wenigsten Verleger denken journalistisch

Verleger Dr. Hubert Burda. © Ingeborg Bock-Schröder / Hubert Burda Media

An den Erzeugnissen seines Verlagshauses kommt man immer vorbei. Im Zeitungskiosk, im Supermarkt und im Internet. An die 600 gedruckte wie digitale Titel gibt das Burda-Verlagshaus heraus. Frauenzeitschriften, Männerzeitschriften, Familienzeitschriften, Nachrichtenmagazine: „Focus“, „Playboy, „Bunte“, „TV-Magazin“ – egal, was man in die Hand nimmt, die Chance ist groß, das dahinter Burda steckt.

Über das Portfolio seines Verlags mag man denken, was und wie man möchte, immer war der Chef des Familienunternehmens Hubert Burda auch Vordenker. Der Sohn des Verlegerehepaares Franz und Aenne Burda wird 80 und formuliert noch immer provokante Thesen: „Die größten Fehler in Verlagen passieren, wenn Verleger keine Ahnung von Technik und Journalisten keine Ahnung vom Verlag haben.“ Da ist was dran. Die wenigsten Verleger denken journalistisch, die wenigsten Journalisten wirtschaftlich.

Den Erfolg seines Unternehmens und seiner Produkte erklärte Burda mal so: „Wenn einen Menschen auf der Straße sehe, überlege ich, was möchte der lesen.“ Und so kreierte er Modezeitschriften, Gartenzeitschriften, Zeitschriften für den Zeitgeist, Mode, Inneneinrichtung, die Küche, Kochen, das Haus, das Haustier …

Völlig artfremd hat Hubert Burda Kunstgeschichte sowie Archäologie und Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Mit 25 promovierte er in Kunstgeschichte. Er ist aber auch ein Vordenker in der Digitalisierung. Heute gibt sein Verlag mit „Chip“ eine der führenden deutschsprachigen Computerzeitschriften heraus. Das „Handelsblatt“ widmete ihm ein Porträt, das Sie hier nachlesen können.

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