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Druckkostenzuschussverlage vs. echte Verlage Für die Veröffentlichung eines Buches zahlen oder bezahlt werden?

13. September 2020 0

Die mit der Überschrift gestellte Frage lässt sich mit einem konsequenten „Jein“ ebenso beantworten wie mit einem zögerlichen „Nein“ oder einem vorsichtigen „Ja“. Es kommt immer drauf an, aus welchen Blickwinkel man einen Druckkostenzuschussverlagen betrachtet, mit welcher Grundeinstellung man einem solchen Dienstleister gegenüber steht. Oder, wie man für sich einen „echten Verlag“ definiert. Denn im Gegensatz zu „echten Verlagen“ sind Druckkostenzuschussverlage (DKZV)  Dienstleister, da sie eine Bezahlung fordern für bestimmte Leistungen und Dienste, um die Bücher ihrer Kunden herzustellen. Ich verwende bewusst den Begriff, herzustellen im Sinn von produzieren, denn im Gegensatz zu einem „echten Verlag“, der die Bücher seiner Autoren auf den Markt und in die Buchläden bringt, muss die Dienstleistung des „auf den Markt bringens“ bei einem DKZV nicht im Vertrag eingeschlossen sein. Aber klären wir erst Mal die Unterschiede zwischen einem DKZV und einem „echten Verlag“. Echte Verlage sind für mich Verlage, die betriebswirtschaftlich auf eigenes Risiko arbeiten. Bei denen der Autor also kein Geld bezahlt, damit sein Manuskript lektoriert, Korrektur gelesen, Weiterlesen

Als Franco deutsche Juden in die Gaskammern schickte Brigitte Lamberts: El Gustario de Mallorca und das tödliche Gemälde

11. September 2020 0

Im Grunde genommen eine gute, wenn auch nicht gerade neue Idee. Ein auf Mallorca angesiedelter Regional-Krimi mit einer Art kulinarischer Rundreise und Restaurant-Empfehlungen auf der von Deutschen adoptierten Insel. Für mich inzwischen sowas wie das Costa Rica Alemaniens. Und wer sich auch nur rudimentär mal mit der Insel beschäftigt hat weiß, dass sie nicht nur aus Ballermann besteht, sondern wunderbare Ecken besitzt, die zu erkunden sich allemal lohnt. Ebenso wie es ein Genuss ist, die Insel kulinarisch zu erforschen. Hier hat Brigitte Lamberts eingehakt. Mit ihrem Gastro-Kritiker Sven Ruge schuf die Autorin einen Charakter, der schon zum dritten Mal statt für seinen deutschen Auftraggeber zu kritisieren lieber auf der Insel kriminalisiert. Dieses Mal ist es die spanische Geschichte unter General Franco und deren Umgang mit deutschen Juden, die sich nach Spanien und im Buch insbesondere nach Mallorca geflüchtet hatten, in der Hoffnung dem Holocaust zu entgehen. Nach dem mit Hitlers Unterstützung gewonnenen Bürgerkrieg wies Spanien viele deutsche Juden aus. Denjenigen, denen es nicht gelang zu Weiterlesen

Otto Schumann (Hrsg.): Grundlagen und Technik der Schreibkunst (gebraucht)

4. September 2020 0

Otto Schumann (Hrsg.): Grundlagen und Technik der Schreibkunst, Handbuch für Schriftsteller, Redakteure und angehende Autoren. Erschienen 2010 in der Nikol Verlagsgesellschaft mbH Hamburg, Hardcover, 700 Seiten, Gewicht 950 Gramm. Inhalt: Es bietet eine Reise durch die verschiedenen Genres des Autorenschaffens. Ob nun Kurzgeschichte, Drehbuch, Lyrik, Theaterstück oder Rundfunkbeitrag – über allem steht ein Satz: „Schreiben heißt arbeiten!“ Ein Ratschlag für angehende Autoren lautet daher: „Verbannen Sie – man kann das nicht oft genug wiederholen – sämtliche Sprach-Stempel aus Ihrem Gedächtnis: strahlende Blauaugen, eherne Mienen, vornehme Kreise, abgetragene, aber saubere Kleider, flammende Empörung, zur Durchführung gelangende Beschlüsse, Bindfäden regnende Wolken, engelsreine Gesichtszüge und tausend ähnliche, sich verdächtig schnell anbietende und anbiedernde Papierblumen gehören ins Feuer.“ Mein Tipp: Nehmen Sie diesen Ratschlag sehr ernst. Vergessen Sie sprachliche Plattheiten und Plattitüden, werden Sie selbst sprachlich kreativ. Lernen Sie die Worte zu vermeiden, die die Sprache erstens verhunzen und zweitens falsch benutzt werden. Alltagssprache ist zwar in Ordnung, wenn man sich im Freundeskreis unterhält, nicht aber, wenn man als Weiterlesen

Ben Vart: Korsisches Erbe. Das Buch

3. September 2020 0

„Die Beziehung von Emma und Uwe ist auf dem Tiefpunkt. Um ihre Gefühle zueinander abseits des Alltags zu prüfen, beschließen sie, gemeinsam Urlaub auf Korsika zu verbringen. Aber das Abenteuer, das ihrer beider Leben verändert, beginnt schon auf der Fähre. Dort läuft ihnen der ehemalige Fremdenlegionär Bruno über den Weg. Bruno fährt nach Korsika, um dort zu sterben. Er erreicht die Insel nicht. Sein Lungenkrebs besiegt ihn schon während der Überfahrt. Uwe findet den Sterbenden, der ihm ein geheimnisvolles Tagebuch zusteckt. Darin hat Bruno über Jahrzehnte alle Hinweise zum legendären Rommel-Schatz gesammelt, der von der SS während des Zweiten Weltkriegs vor der Insel versenkt worden sein soll. Kaum angekommen, jagen zwei ehemalige Legionärskumpel von Bruno ihnen das Tagebuch ab. Aber Emma und Uwe geben nicht auf. Mit Unterstützung des korsischen Bergungstauchers Xavier Gallieni und des Polizeikommissars Jean-Louis Corti nehmen sie die Spur des Schatzes auf, von dem niemand weiß, ob er nur eine abenteuerliche Legende ist oder tatsächlich existiert.“ Taschenbuch im DIN A5-Format, 452 Seiten Weiterlesen

Ben Vart: Wie schmeckt der Himmel. Das Buch.

3. September 2020 0

„Der Bürgermeister des Örtchens Gliendorf an der Grenze zu Berlin hat wenig Freunde und einen Feind. Als der Kommunalpolitiker tot in seinem Büro gefunden wird, ragt ein Brieföffner aus seinem Nacken. Ein ganzes Dorf steht über Nacht unter Generalverdacht. In die Ermittlungen gerät auch der im Ort ansässige Lokalreporter, der sich im Wettlauf mit der Zeit und der Polizei zusätzlich mit zwei weiteren Gegnern auseinander setzen muss: Seinem Chef, der ihn schikaniert und bewusst auf falsche Spuren ansetzt, und seiner zunehmend zerrütteten Ehe.“ Taschenbuch, 320 Seiten, ISBN: 9783947110421 Natürlich können Sie direkt beim Autor bestellen. Wenn gewünscht sogar mit individueller Widmung. Teilen Sie uns Ihren Wunsch während der Bestellung mit. Dann aber zuzüglich der Versandkosten. Die sind gewichtsabhängig und werden während des Bestellprozesses berechnet und angezeigt.  

John leCarré: Das Vermächtnis der Spione

31. August 2020 0

Passender wäre der Titel „Die Spione, die die Kälte einholt“. Denn dieser leCarré-Roman ist einerseits die Vorgeschichte zu dem Roman, der seinen Ruf als Autor von Spionage-Romanen begründete: „Der Spion der aus der Kälte kam“. Gleichzeitig ist es auch 56 Jahre nach den Ereignissen um Alec Leamas und Liz Gold in der DDR und deren Tod an der Berliner Mauer die Geschichte danach. Der Sohn von Alec Leamas und die Tochter von Liz Gold gelangten ein halbes Jahrhundert nach dem Tod ihrer Elternteile (Leamas und Gold waren zwar ein Liebespaar, die Kinder stammen jedoch aus jeweils früheren Beziehungen) an Unterlagen, aus denen für sie hervorgeht, dass der MI 6, der britische Auslandsgeheimdienst, Alex Leamas und Liz Gold zu einer tödlichen Mission in die DDR sandte. Sie verklagen den Geheimdienst, und dem längst pensionierten Geheimdienstler Peter Guillam soll die Schuld für die missglückte Operation in die Schuhe geschoben werden.“ Um sich für die Befragung durch den anstehenden parlamentarischen Untersuchungsausschuss vorzubereiten, studiert er die alten Akten, in Weiterlesen

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