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Klappe – Text die Zweite

30. März 2021 0

Ich gebe es zu und gestehe. Ich habe mich in verschiedene Facebook-Foren geschlichen, die sich mit dem Thema Autoren und Schreiben befassen. Und ja – ich tat es, um mich zu geißeln an den Texten und hanebüchenen Geschwurbel, das dort in grenzenloser Selbstüberschätzung und in Unkenntnis und Verleugnung der eigenen Ahnungslosigkeit als ultimative Wahrheit breit getreten wird. Wer nun sagt, ich sei masochistisch veranlagt, der hat zumindest was dieses Thema anbetrifft, leider Recht. Bereits an anderer Stelle schrieb ich, dass der Klappentext die Königsdisziplin für einen Autor darstellt, der das Schreibhandwerk ernst nimmt und als Autor ebenfalls ernst genommen werden möchte. Anspruchsvoll ist er, er erfordert Disziplin und Verzicht. Der Klappentext dampft den Inhalt eines Buches ein auf die Essenz. Alles Überflüssige ist … nunja … eben überflüssig. Das wiederum verlangt vom Autor einerseits Disziplin, denn er darf nicht davor zurückschrecken, dem Klappentext auch liebgewordenes zu opfern. Es braucht auch einen unbestechlichen Blick auf das Substantielle eines Textes. Wenn das natürlich fehlt – sowohl der Weiterlesen

Schreibblockade IV: Was tun, wenn’s klemmt?

6. März 2021 0

Jetzt, im vierten Teil zur Schreibblockade, gehen wir ans Eingemachte. Sie wissen, dass ich die zeitlich begrenzte Unfähigkeit, kein Wort zu Papier bringen zu können, nicht als Schreibblockade durchgehen lasse. Ich weiß, dass Ihnen das gleichgültig ist und Sie an Ihrer ureigenen Definition von Schreibblockade festhalten. Von mir aus. Was aber können Sie tun gegen das augenblickliche Unvermögen, Ihr Buch voranzutreiben, einen Artikel zu schreiben, einen Satz zu formulieren, den Blog fertig zu stellen? Genau darum soll es nun gehen. Die Angst vor dem weißen Blatt Papier ist ungefähr so alt wie es weiße Papierblätter gibt. Und natürlich ist es nicht die Angst vor der Farbe. Auch nicht die Furcht vor dem Papier. Sondern die Befürchtung des Autors, er könne das Blatt nicht mit einem vernünftigen, lesbaren und verständlichen Inhalt in eine Grauzone verwandeln. Und jetzt mal ehrlich. Wer Angst hat oder Hemmungen oder sonst ein negatives Gefühl, wenn ein unbeschriebenes Blatt Papier ihn von der Schreibmaschine aus anstarrt, der soll sich bitte ein anderes Weiterlesen

Iserlohn ist Criminale-Stadt

6. Oktober 2020 0

Iserlohn, 21.09.2020 – Es ist soweit: Iserlohn erwartet im April 2021 die CRIMINALE, das Festival für Kriminalliteratur des SYNDIKATS. Namhafte nationale und internationale Autorinnen und Autoren entdecken die Stadt Iserlohn und bringen ihre Geschichten ins Sauerland. Die erste offizielle Pressekonferenz mit dem Vorstand der SYNDIKATS und den Organisatoren der CRIMINALE findet am 4. Oktober 2020 um 17.30 Uhr in der Historischen Fabrikanlage Maste-Barendorf statt. Gemeinsam mit dem Ressortleiter Kultur Jochen Köhnke informieren die AutorInnen Jens J. Kramer (Vorsitzender), Brigitte Glaser (stv. Vorsitzende) und Peter Gerdes (CRIMINALE-Beauftragter des SYNDIKATS) über das Krimifestival. Ungewöhnlich und spannend, wie das vielfältige Programm des Festivals, wird auch die Pressekonferenz. Nicht nur Pressevertreter, sondern auch interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zum Startschuss der CRIMINALE eingeladen. Dazu vergibt die Stadt Iserlohn für Interessierte 30 kostenlose Tickets. Neben den Informationen um die Aktivitäten im April 2021 erwartet Sie eine Kurz-lesung mit den AutorInnen. Es lesen (alphabetisch): Christine Bonvin: gebürtige Schweizerin lebt im Wallis. Bekannte Genusskrimis, Kurzkrimis in „Stille Nacht, tödliche Nacht“ oder Weiterlesen

Ben Vart: Korsisches Erbe. Das Buch

3. September 2020 0

„Die Beziehung von Emma und Uwe ist auf dem Tiefpunkt. Um ihre Gefühle zueinander abseits des Alltags zu prüfen, beschließen sie, gemeinsam Urlaub auf Korsika zu verbringen. Aber das Abenteuer, das ihrer beider Leben verändert, beginnt schon auf der Fähre. Dort läuft ihnen der ehemalige Fremdenlegionär Bruno über den Weg. Bruno fährt nach Korsika, um dort zu sterben. Er erreicht die Insel nicht. Sein Lungenkrebs besiegt ihn schon während der Überfahrt. Uwe findet den Sterbenden, der ihm ein geheimnisvolles Tagebuch zusteckt. Darin hat Bruno über Jahrzehnte alle Hinweise zum legendären Rommel-Schatz gesammelt, der von der SS während des Zweiten Weltkriegs vor der Insel versenkt worden sein soll. Kaum angekommen, jagen zwei ehemalige Legionärskumpel von Bruno ihnen das Tagebuch ab. Aber Emma und Uwe geben nicht auf. Mit Unterstützung des korsischen Bergungstauchers Xavier Gallieni und des Polizeikommissars Jean-Louis Corti nehmen sie die Spur des Schatzes auf, von dem niemand weiß, ob er nur eine abenteuerliche Legende ist oder tatsächlich existiert.“ Taschenbuch im DIN A5-Format, 452 Seiten Weiterlesen

Wo Sprach-Stempel herrschen regnet es Bindfäden auf engelsreine Gesichtszüge

16. Juni 2020 0

Es ist eine neuartige Erscheinung, dass viele glauben, nur weil sie Buchstaben zu Worten aneinanderreihen können und Worte zu Sätzen, seien sie bereits Schriftsteller und Autoren. Viele dieser Nachwuchs-Hemingways erklären voller Stolz, sie schrieben schon seit der ersten Grundschulklasse, aber fragt man sie … sagen wir nach dem „Plusquamperfekt“, muss man froh sein, wenn einer weiß, dass dies kein unsittliches Angebot ist. Es fehlt 99 Prozent derjenigen, die künftig den deutschen Büchermarkt aufmischen wollen, am Handwerkszeug. Und von diesen 99 Prozent wiederum sehen so geschätzte 98,9 Prozent auch nicht die Notwendigkeit, sich mit deutscher Grammatik, Orthographie, Kommasetzung auseinander zu setzen: „Wozu gibt es denn sonst Lektoren?“ fragte mich einer dieser Neunmalklugen, als ich eines seiner schriftlichen  Machwerke verbal zerfledderte. An diesem Menschen geht bestimmt kein Schriftsteller verloren, denn ein Manuskript, das den Korrektor übersprang, um direkt auf dem Schreibtisch des Lektors zu gelangen, gibt es nicht. Daher mein erster Tipp von Büchern, die unbedingt auf dem Schreibtisch – oder in der Erreichbarkeit eines Handgriffs – Weiterlesen

Kein Standardmaß

4. Juni 2020 0

Bücher sind hin und wieder hohe Literatur. Und das sollte Sie in diesem Fall wörtlich nehmen. Eine kurze Geschichte über die Doppeldeutigkeit von Begriffen der deutschen Sprache und wie sie missgedeutet werden können.          

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