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Das Korrektorat …

3. Juli 2021 0

… ist fast noch wichtiger als das Lektorat eines Textes. Fehlerbehaftete Manuskripte fallen sofort auf. Sie zeigen demjenigen im Verlag, der sie als erster in die Finger bekommt, dass der Autor entweder mangelnde Kenntnisse in Orthographie, Grammatik und/oder Zeichensetzung hat oder – und das ist noch schlimmer – es nicht für nötig gehalten hat, sein Werk nochmals auf diese Kriterien zu prüfen, bevor er es einem Verlag anvertraute. Wirft erst mal kein gutes Licht auf die Arbeitsweise jenes Autors. Die Einstellung: „Ich bin Autor, und wofür werden Korrektoren schließlich bezahlt!“ ist die falscheste aller falschen Einstellungen, sofern jemand tatsächlich mit seinem kreativen und vor Ideen glänzenden Manuskript Eindruck bei dem Erstleser in einem Verlags provozieren möchte. Andererseits wird man mit der Zeit betriebsblind. Auch wer sich mit Grammatik & Co. gut auskennt, übersieht Fehler, liest, was dastehen soll, nicht, was tatsächlich dasteht. Ein Autor – das kann durchaus aber auch eine Autorin sein – mag sein Manuskript noch so oft durchlesen; am Ende ist er Weiterlesen

Otto Schumann (Hrsg.): Grundlagen und Technik der Schreibkunst (gebraucht)

4. September 2020 0

Otto Schumann (Hrsg.): Grundlagen und Technik der Schreibkunst, Handbuch für Schriftsteller, Redakteure und angehende Autoren. Erschienen 2010 in der Nikol Verlagsgesellschaft mbH Hamburg, Hardcover, 700 Seiten, Gewicht 950 Gramm. Inhalt: Das Buch bietet eine Reise durch die verschiedenen Genres des Autorenschaffens. Ob nun Kurzgeschichte, Drehbuch, Lyrik, Theaterstück oder Rundfunkbeitrag – über allem steht ein Satz: „Schreiben heißt arbeiten!“ Ein Ratschlag für angehende Autoren lautet daher: „Verbannen Sie – man kann das nicht oft genug wiederholen – sämtliche Sprach-Stempel aus Ihrem Gedächtnis: strahlende Blauaugen, eherne Mienen, vornehme Kreise, abgetragene, aber saubere Kleider, flammende Empörung, zur Durchführung gelangende Beschlüsse, Bindfäden regnende Wolken, engelsreine Gesichtszüge und tausend ähnliche, sich verdächtig schnell anbietende und anbiedernde Papierblumen gehören ins Feuer.“ Mein Tipp: Nehmen Sie diesen Ratschlag sehr ernst. Vergessen Sie sprachliche Plattheiten und Plattitüden, werden Sie selbst sprachlich kreativ. Lernen Sie die Worte zu vermeiden, die die Sprache erstens verhunzen und zweitens falsch benutzt werden. Alltagssprache ist zwar in Ordnung, wenn man sich im Freundeskreis unterhält, nicht aber, wenn man als Weiterlesen